Ja, der vierstreifige Ausbau der B 428 zwischen dem eigens dafür aufgeweiteten Viadukt und dem Kreisel Bosenheimer Strasse hat viel Steuergeld gekostet. Und verlangt von etwa einem Dutzend Anwohnern der Industriestrasse einen Umweg zum LIDL-Einkauf. Die Radfahrer*Innen, für die das Viadukt um eine Zusatzbrücke erweitert wurden, haben längst akzeptiert, dass der Weg über diese nicht nur sicherer, sondern auch schneller ist, als das Benutzen der schon vor über einem Jahr abgebauten Drückampel.

Für den Auto-, Lkw- und Busverkehr stellt der Ausbau einen Quantensprung dar. Deutlich beschleunigt wurde der Richtung B 41 fließende Verkehr. Und auch der in Gegenrichtung. Wobei der in Richtung Schwabenheimer Weg jetzt durchaus mit „freier Fahrt“ bezeichnet werden kann. Stauten sich die dorthin gesteuerten Fahrzeuge in der Hauptverkehrszeit oft bis zum Viadukt zurück, rollt der Verkehr auf der neuen Spur jetzt ohne Stop-and-go. Was auch den Verkehrsteilnehmer*Innen in Richtung Bosenheiemr Strasse zu einer erkennbaren Beschleunigung verholfen hat.

Weil diese von den Rechtsabbiegern in den Bypass Richtung Bourger King nicht mehr ausgebremst werden und jetzt durchgängig zügig an den Kreisel anfahren können. Wenn es dort nicht so flüssig läuft, wie eigentlich möglich, liegt das an den unzähligen Schwachmaten, die ihren Führerschein bei einer Lotterie gewonnen und nie gelernt haben, wie ein Verkehrskreisel zu befahren ist. Der mit Abstand größte Gewinner aber ist die Umwelt. Trotz einiger tausend zusätzlich versiegelter Quadratmeter sieht die Ökobilanz dieser Strassenbaumaßnahme tiefdunkelgrün aus.

Denn zigtausend Tonnen CO2, die noch vor wenigen Monaten dort in die Luft geblasen wurden, entstehen erst gar nicht mehr. Ein großer Teil schon seit dem Ende der Drückampel-Staus. Und seit einer Woche ergänzt um den Wegfall der vielen wöchentlichen Stau-Stunden stadteinwärts. Dem für Planung und Realisierung des Bauwerkes verantwortlichen Landesbetrieb Mobilität (LBM) Bad Kreuznach sei Dank! Die Bad Kreuznacher Kommunalpolitik hat leider zu diesem schönen Erfolg nicht viel beigetragen. Beispiel Unterführung für Fußgänger- und Radfahrer*Innen Höhe der Discothek.
