Mühlenstrasse: 81 Ordnungswidrigkeiten in kaum vier Stunden

Von der tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion wurde das bereits mehrfach berichtet und ins Bild gesetzt: das Durchfahrtsverbot von der Mühlenstrasse zum Kornmarkt und in die Rossstrasse wird durchgängig missachtet. Einen weiteren Beweis dafür erhob am Freitag vergangener Woche (5.12.2025) die Stadtratsfraktion der Grünen in Zusammenarbeit mit Armin Göckel (Ad Opticum). In der Zeit von 8 Uhr bis 11:45 Uhr ignorierten insgesamt 81 Pkws die Beschilderung. Und kürzten verbotswidrig ab. Wie auch an den anderen Tagen ohne jede Konsequenz.

Die Beschilderung ist eindeutig. Durchgefahren wird trotzdem. Denn es hat keinerlei Konsequenzen für die Falschfahrer*Innen.

Auch aus Sicht der Grünen ist das besonders ärgerlich, weil klar ist: würde über einen längeren Zeitraum von der Polizei kontrolliert und kassiert, würde die Mühlenstrasse erheblich vom Verkehr entlastet. Denn die Abkürzer würden dann natürlich den – schneller zu bewältigenden – Umweg über Wilhelm- und Salinenstrasse zur Rossstrasse fahren (und sich nicht zeitraubend durch die Beinde und um den Bourger Platz quälen, um dann doch auf Wilhelm- und Salinenstrasse ihr Ziel anzusteuern). Weniger Verkehr in der Mühlenstrasse würde diese weiter aufwerten.

Und damit den erheblichen Investitionen der Steuerzahler*Innen in den Strassenausbau und der Anlieger in die Gestaltung der Häuser Rechnung tragen. In der Stadtratssitzung am vorgestrigen Donnerstag (11.12.2025) wurde das Thema kurz angesprochen. Ordnungsdezernent Markus Schlosser verwies auf die Zuständigkeit der Polizei für den fließenden Verkehr. Und Oberbürgermeister und Baudezernent Emanuel Letz führte als Voraussetzung für die Umwandlung der Mühlenstrasse vom Verkehrsberuhigten Bereich in eine Fussgängerzone eine Bebauungsplanänderung an.