Ordnungsdezernent Markus Schlosser hatte das bei seinem Bericht über die Einrichtung der Alkoholverbotszone in der mittleren Mannheimer Strasse von Anfang an eingeräumt. Das Aussperren der mit dieser Maßnahme angesprochenen Personen wird diese nicht aus dem Stadtbild eliminieren. Sondern in andere Stadtbereiche verdrängen. Seit der gestrigen Stadtratssitzung ist klar, wohin: in die historische Neustadt. Einer der Anwohner dort, Marc Frey, erlebt das, was Anwohner*Innen und Geschäftsleute ein paar hundert Meter weiter südlich lange Zeit mitmachen mussten, seit zwei Monaten vor seiner Haustür im Bereich Zwingel / Burgbrunnen: Alkohol- und Drogenmissbrauch auf offener Strasse.

Passanten werden angepöbelt. Vermüllung. Noch unerfreulicher wa ein davon unabhängiges Erlebnis, das Marc Frey in der Mühlenstrasse hatte. Nachdem ihn ein jugendlicher Scooterfahrer mit Migrationshintergrund dort fast umgefahren hätte und er sich deswegen beschwerte, ergab sich erst ein Streitgespräch. Und dann zückte der Jugendliche ein Messer und kündigte an: „ich stech Dich ab“. Der so bedrohte nahm nach eigenen Angaben daraufhin die Beine in die Hand und lief davon. Sowohl Markus Schlosser als auch OB Letz zeigten sich von den Erlebnisberichten des Mitbürgers betroffen. Der Oberbürgermeister kündigte an, diese Punkte bereits am Montag kommender Woche im Standvorstand anzusprechen und sagte Marc Frey eine Antwort zu.
