Arbeitsministerin Schall besucht heute die Kita Hermann Rohloff

Fort- und Weiterbildung waren bei den Beratungen des Stadthaushaltes für 2026 in der vergangenen Woche im Finanzausschuss gleich mehrfach Thema. Die dafür von der Verwaltung im Etat-Entwurf eingestellten, teils sechsstelligen Beträge erschienen einigen Mitglieder der ehrenamtlichen Kommunalpolitiker*Innen zu hoch. Mehrere Ansätze in verschiedenen Teilhaushalten und Produkten wurden hinterfragt. Von der Verwaltung wurde dabei auf zwei Dinge nicht hingewiesen: den landesweiten „Monats der Weiterbildung“. Und den heute stattfindenden Besuch der Arbeitsministerin Schall in der Kita Hermann Rohloff. Das wurde von der Gewerkschaft ver.di gemeldet:

„Die Partnerinnen und Partner des Ovalen Tischs Rheinland-Pfalz haben letzte Woche den Startschuss für den Monat der Weiterbildung gegeben. Im gesamten November werden Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kammern sowie die Bundesagentur für Arbeit das Thema Fort- und Weiterbildung mit gemeinsamen Besuchsterminen und inhaltlichen Impulsen landesweit sichtbar machen. Im Rahmen des landesweiten „Monats der Weiterbildung“ werden Arbeitsministerin Dörte Schall und die stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland Marion Paul, am heutigen Freitag (14.11.2025) die städtische Kita Hermann Rohloff (Dürer Strasse 141) besuchen.

Im Mittelpunkt des Austauschs mit Erzieherinnen, der Personalvertretung und der Kita-Leitung steht die Bedeutung berufsbegleitender Weiterbildung und der Beitrag des Bildungsfreistellungsgesetzes für die Qualifizierung von Beschäftigten im sozialen Bereich. Die Anregung für den Termin kam von Annette Köllmeier, die als stellvertretende Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung Bad Kreuznach den Austausch initiiert hat. Sie setzt sich seit Jahren mit Nachdruck für gute Rahmenbedingungen für die Weiterbildung im sozial-erzieherischen Bereich ein. Viele Beschäftigte nehmen dafür eigene Freizeit in Anspruch.

Umso wichtiger sind daher Rahmenbedingungen, die eine bezahlte Freistellung ermöglichen und Weiterbildung als festen Bestandteil der Arbeitskultur verankern. „Weiterbildung ist kein Luxus, sondern Zukunftssicherung für Beschäftigte, Betriebe und das Land“, erklärt Marion Paul im Vorfeld des Termins. „Gerade im sozialen Bereich erleben wir, wie wichtig kontinuierliche Qualifizierung ist – sowohl für die pädagogische Qualität als auch für die persönliche Entwicklung der Beschäftigten. Das Bildungsfreistellungsgesetz schafft dafür den nötigen Rahmen, den es jetzt weiterzuentwickeln gilt.“

Mit dem vom Ministerrat beschlossenen Entwurf für das neue Landesbildungszeitgesetz (LBZG), das am kommenden Donnerstag im Landtag zur ersten Lesung steht, soll dieser Rahmen modernisiert und praxistauglicher gestaltet werden. Künftig sollen auch digitale Lernformate und Qualifizierungen für ehrenamtliche Tätigkeiten als Bildungszeit anerkannt werden. Kindertagesstätten sind wichtige Betreuungsorte und tragen dazu bei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken. Für viele Eltern ist der Eintritt des Kindes in die Kita auch eine Gelegenheit, wieder stärker ins Berufsleben einzusteigen oder sich beruflich weiterzubilden.

Mit der Novellierung des Bildungsfreistellungsgesetzes (künftig: Landesbildungszeitgesetz), schaffen wir dafür klare, moderne und praxisgerechte Rahmenbedingungen in Rheinland-Pfalz“, betonte Arbeitsministerin Dörte Schall. Mit dem Besuch in Bad Kreuznach unterstreichen Ministerium und ver.di gemeinsam, dass Weiterbildung, Fachkräftesicherung und gesellschaftliches Engagement eng miteinander verbunden sind. Der ver.di Landesbezirk engagiert sich daher zusammen mit den Partnern des Ovalen Tisches dafür, Weiterbildung als selbstverständlichen Bestandteil der Arbeitswelt zu verankern. Als gelebte Praxis und als gemeinsame Verantwortung von Politik, Betrieben und Beschäftigten“.

Quelle: ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland