Am Ende stimmte am gestrigen Dienstagabend im Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr (PLUV) nur noch Norbert Olk, der dort für die FDP sitzt, für das Projekt Hotel-Türme neben der Kauzenburg. Karl-Heinz Delaveaux (FWG e.V.) enthielt sich der Stimme. Alle anderen Gremienmitglieder, auch Oberbürgermeister Emanuel Letz, stimmten gegen den vom OB höchstpersönlich per Unterschrift beantragten und auf die Tagesordnung gesetzten Grundsatzbeschluss. Vor Beginn der Sitzung hatten Beate Bruns und Gernot Meyer-Grönhof dem Oberbürgermeister 450 Unterschriften von Bürger*Innen übergeben, die sich ohne jede Einschränkung gegen das Projekt aussprechen.

Eingangs des Tagesordnungspunktes hatte Mit-Burgbesitzer Dr. Stefan Kessler die Möglichkeit, sein Projekt vorzustellen. Kessler berichtete, wie er im Jahr 2000 auf das Wohngrundstück neben der Burg aufmerksam wurde, das er schließlich kaufte, um dort zu wohnen. Seit dem habe er die gastronomischen Defizite beim Betrieb der Kauzenburg aus nächster Nähe verfolgt. Und daher 2024 die Möglichkeit die Burg gemeinsam mit seinem Freund Werner Lorenz für rund 400.000 Euro zu kaufen genutzt. Ausführlich referierte Stefan Kessler über den Denkmalschutz auf dem Kauzenberg, wobei er zwei Mal den für die Kölner Moschee als Beispiel anführte.

Nicht nur dieses Detail rief bei mehreren Ausschussmitgliedern Unverständnis und Widerspruch hervor. In der sich anschließenden Diskussion meldeten sich Mitglieder aller Fraktionen zu Wort. Und sprachen sich – mit Ausnahme der FDP – im Ergebnis gegen den Bau von Hotel-Türmen neben der Kauzenburg aus (ein ausführlicher Bericht dazu folgt). Weil die Stadtverwaltung das Bauvorhaben jederzeit wieder auf die Tagesordnung setzen kann, geht Stadtratsmitglied Gerhard Merkelbach (Faire Liste) auf Nummer sicher. In seinem HGM Fitness-Studio im Schwabenheimer Weg 137 können weiterhin Unterschriften geleistet werden.



