Selbst in den sonst drogentoleranten Niederlanden steht Lachgas längst auf dem Index. Hierzulande wird über das Risiko für Konsumenten bisher nur geplappert. Und weil bei Verkehrsunfällen oft Mischkonsum als Ursache festgestellt wird, spielen auch amtliche Dienststellen die Gefahr herunter. Jedenfalls fehlt es an einer klaren Kante gegen Autofahrten nach Lachgaskonsum. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Lachgas-Partys in Bad Kreuznach und Umgebung in den vergangenen Jahren immer mehr zunehmen. Beweis dafür sind die Hinterlassenschaften, zu denen die Stahlkartuschen, die zugehörigen Pappverpackungen und benutzte Lachgasballons gehören.

Und was halt sonst so bei diesen Gelegenheiten Verwendung findet: Messer, Einwegverpackungen, leere Schnapsflaschen usw. Zumindest ein Teil der Lachgaskonsumenten verhält sich also so, wie andere Drogenabhängige, die rücksichtslos etwa ihre Spritzen und andere Drogen-Utensilien auf Kinderspielplätzen liegenlassen, statt diese in die dort bereitstehenden Mülleimer zu werfen. Der von unserem Fotografen seit Monaten als solcher beobachtete Konsumort an der B 428 bei Bosenheim verfügt nicht über Abfallgefässe. Und auf den Gedanken, ihren Müll einfach mitzunehmen, kommen diese Leute nicht. Was wohl auch ohne Lachgasmissbrauch deren Geisteshaltung deutlich macht.



