Die Gasexplosion in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Bosenheim am späten Samstagabend (8.11.2025) sorgte am Sonntag für Gesprächsstoff überall in der Stadt. Vor allem die Ursache sorgt für Diskussionen. Angesichts der angerichteten Schäden erscheint es vielen Beobachter*Innen wie ein Wunder, dass es nur vier Verletzte gibt. Das Technische Hilfswerk (THW) Bad Kreuznach und der Baufachberater des THW Wörrstadt beschreiben die fatalen Folgen der Explosion sachlich und ohne jede emotionale Übertreibung: „das Gebäude wies infolge der Explosion erhebliche strukturelle Schäden auf. Im rückwärtigen Bereich war bereits ein Teileinsturz erfolgt.

Teilbereiche der Außenwände im Erd- und Obergeschoss sowie Teile der Stahlbetondecke über dem Erdgeschoss wurden durch die Explosion zum Einsturz gebracht. Die Decke über dem Obergeschoss sowie das Dach galten als stark einsturzgefährdet. Aufgrund dieser Lage wären Abstützmaßnahmen nur unter erheblicher Gefahr für die eingesetzten Kräfte möglich gewesen.“ Eine verantwortungsbewusste Entscheidung, die durchgängig auf Verständnis stößt. Auch wenn die Folgen für die betroffenen Hausbewohner hart sind. Sie besitzen nur noch jene Habseligkeiten, die sie beim Verlassen der Wohnungen bei sich hatten. Vor Ort wurde daher am gestrigen Sonntag bereits eine Hilfsaktion gestartet.

Dutzendfach wurde in den 18 Stunden vor der Veröffentlichung dieses Beitrages die Frage nach dem Grund für die Explosion an die tourismusbeitrag-so-nicht.de-Redaktion herangetragen. Dazu verbieten sich Spekulationen. Die zuständigen Fachpersonen der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen unmittelbar nach der Löschung des Brandes durch die Feuerwehr aufgenommen. In ihrem Einsatzbericht haben die Wehrleute in Absprache mit der Polizei nicht einmal von einer Explosion gesprochen. In seinem Bericht vom gestrigen Sonntag war es das THW, dass von einer Gasexplosion berichtete. Die Kripo wird aufklären, ob die Ursache ein technischer Defekt oder menschliches Fehlverhalten ist.

unverletzt ihrem Frauchen übergeben.
Der für den gestrigen Sonntagnachmittag und -abend in Bosenheim geplante St.-Martinszug wurde von Ortsvorsteher Markus Später am Vormittag „mit großem Bedauern“ abgesagt. Diese Entscheidung sei aus Rücksichtnahme auf die Ereignisse der vergangenen Nacht getroffen worden. „Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei allen Betroffenen“, führte Später aus. Und bat um Verständnis „für diese notwendige Entscheidung“. Weil das betroffene Gebäude rund 15 Meter von der Strasse zurückgesetzt steht, muss trotz der Einsturzgefahr weder der Schulbetrieb eingestellt noch der Spielplatz-Schulhof geschlossen noch die Hackenheimer Strasse gesperrt werden.
