Gerhard Merkelbach spendet 5.000 Euro für die Sanierung der Synagoge

Als Gerhard Merkelbach telefonisch Nicolaus Blättermann zu dessen 105. Geburtstag gratulierte, hatte das Stadtratsmitglied (Faire Liste) ein besonderes Geschenk als Überraschung parat. Quasi rückwirkend für die fünf jüngsten Geburtstage jeweils 1.000 Euro. Das macht zusammen 5.000 Euro, die Merkelbach für die Sanierung der Synagoge spendet. Nun machte er sein Versprechen wahr und überreichte an den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Bad Kreuznach, Valeryan Ryvlin, und dem Kantor Alexander Zakharenko einen symbolischen Scheck, das Geld ist bereits überwiesen.

Gerhard Merkelbach (MItte) unterstützt die Sanierung der Synagoge in der Alzeyer Strasse mit 5.000 Euro. Das freut den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Bad Kreuznach, Valeryan Ryvlin Links), und deren Kantor Alexander Zakharenko (rechts).

„Ich bin Nicolaus Blättermann seit fast 50 Jahren persönlich sehr verbunden.“ In jungen Jahren arbeitete Gerhard Merkelbach in der Instandsetzungsabteilung der US Army in Bad Kreuznach, sein Chef damals Nicolaus Blättermann. Merkelbach hat großen Respekt für die Lebensleistung des 105 Jahre alten Ehrenvorsitzenden der jüdischen Gemeinde. „Ein guter Mensch, nahbar, ausgeglichen,“ lobt er ihn. Das große Ziel, das Nicolaus Blättermann noch vor Augen hat, ist die Sanierung der Synagoge, zu deren Kauf und Umgestaltung er im Jahr 2002 maßgeblich beigetragen hat.

Große Freude und Dankbarkeit für die Merkelbach-Spende auch bei Valeryan Ryvlin. Das Dach ist nicht mehr dicht, Wasserflecken haben sich an verschiedenen Stellen der Decke gebildet. Es gibt eine erste große Kostenschätzung in Höhe von knapp zwei Millionen Euro. Darin enthalten ist auch eine Wärmedämmung der Wände, eine Erneuerung der sanitären Anlagen und eine Modernisierung der Energieversorgung. Die Planung ist bereits angelaufen. An deren Finanzierung (rund 20.000 Euro) beteiligen sich Land und Stadt Bad Kreuznach mit jeweils 7.500 Euro.

Für die Sanierung erhofft sich Ryvlin eine hohe Förderung von Land und Bund. Einen kleineren Teil bringe die Gemeinde selbst auf. Das Synagogenfester, geschaffen vom Künstler René Blättermann, dem jüngsten Sohn von Nicolaus Blättermann, wurde über Spenden finanziert. Auch dieses Mal hofft die Gemeinde auf eine großzügige Unterstützung aus der Bevölkerung. Spenden für die Synagogensanierung können an die Jüdische Gemeinde auf das Spendenkonto DE 89 5605 0180 0010 1884 64 überwiesen werden.

Text und Foto: Hansjörg Rehbein