Seit rund zwei Wochen geht dieser Videoclip viral: „Kreuznach mein Kreuznach“. Tagelang wurde spekuliert von wem der höchst erfolgreiche und mit viel Zustimmung in den Sozialen Medien versehene, mit Bildern der Stadt, Musik und einer Art Sprechgesang versehene Medien-Mix stammt. Bis am Mittwoch vergangener Woche der SWR enthüllte: der Autor ist ein Mitarbeiter der Bad Kreuznacher Stadtverwaltung, dem dienstrechtliche Schritte angedroht worden sein sollen. Damit ist Michael Gehring gar nicht einverstanden.

Statt es bei Sprüchen im Freundes- und Bekanntenkreis zu belassen, meldete sich Gehring am Donnerstag vergangener Woche (30.10.2025) in der Einwohnerfragestunde des Stadtrates zu Wort. Und stellte Oberbürgermeister Emanuel Letz (FDP) zur Rede. „Ich kann die Reaktion nicht nachvollziehen. Es wurde niemand beleidigt“, führte Michael Gehring aus. Um darauf hinzuweisen, dass die Bilder einen Teil der städtischen Realität zeigen. Gehring brachte seine Sorge zum Ausdruck, dass der städtische Mitarbeiter eine – unberechtigte – Abmahnung erhalten könne.
Unter Bezugnahme auf die in einer Woche beginnende Fastnachtszeit fuhr er fort: „wenn ich dieses Video als Büttenredner präsentiere bekomme ich Beifall“. Und anschließend ein Verfahren angehängt von der Stadt? Mit diesem Bezug brachte Gehring die Lacher im Publikum und einen Teil der Stadtratsmitglieder auf seine Seite. Die Antwort des OB fiel schmallippig aus: „was wir verwaltungsintern machen, bleibt intern“.

