Einer der Punkte, der viele Einwohner*Innen an der Arbeitsweise des örtlichen Ordnungsamtes stört, ist die falsche Schwerpunktsetzung der Kontrolltätigkeit. Wer ein bezahltes Parkticket nur für wenige Minuten überzieht, wird mit einem Knöllchen bestraft. Während Geh- und Radwegparker weitgehend unbehelligt bleiben. Obwohl die Folgen deren Fehlverhaltens in Form von Behinderung und Gefährdung weitaus größer sind. Ein weiteres Beispiel für die Unverhältnismäßigkeit der Kontrollmaßnahmen sind die Mißstände auf den Bushaltestellen im Stadtgebiet. Beispielhaft kann hier der Bourger Platz angeführt werden.

Hier wird tagtäglich, insbesondere von Kunden eines Kiosks, rechtswidrig geparkt. Statt 10 Meter auf der anderen Strassenseite in der so gut wie nie ausgelasteten Tiefgarage oder auf dem ebenerdigen Parkdeck. Knöllchen gibts für die Bushaltestellenparker trotzdem nur selten. So entgehen der Stadt zum Schaden aller Einwohner*Innen gleich zwei Einnahmen: auf der einen Seite die Parkgebühren. Auf der anderen Seite die Bußgelder. Und bei den Beratungen des nächsten Stadthaushaltes werden dann wieder drei- und vierstellige Kleinstbeträge für soziale und kulturelle Zwecke gestrichen, weil kein Geld in der Kasse ist.
