Andrea Silvestri und Andreas Paulus sind Mitglieder der CDU. Und haben als jeweils unabhängige Kandidaten an der Bürgermeisterwahl der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach teilgenommen. Paulus als Einzelbewerber ohne jede parteipolitische Unterstützung. Silvestri als ausdrücklich von CDU und FWG aufs Schild gehoben. Von seinen Parteifreunden wurde und wird Andreas Paulus wegen seiner Kandidatur kritisiert. Im Gespräch mit der Redaktion von tourismusbeitrag-so-nicht.de bewerteten CDUler aus der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach vor der Wahl das Paulus-Antreten als „Egotripp“, „unsolidarisch“ und „Wichtigtuerei“.

Dabei ist es allein diese Kandidatur, die die Silvestri-Wahltaktik als Nicht-Parteikandidatin glaubwürdig macht. Die CDUler müssten Andreas Paulus daher eigentlich dankbar sein. Aber, wie Ludwig Bechstein schon 1856 in seiner Märchensammlung festhielt: Undank ist der Welten Lohn. Bleibt eine Frage: warum stand Andreas Paulus auf Platz eins des Wahlzettels? Dafür kann er nun gar nichts. Denn wie der Wahlleiter dazu erklärt hat, wurde die Reihenfolge der drei, formal betrachtet, Einzelbewerber nach dem Alphabet bestimmt. Und da kommt „P“ eben vor „S“, anders als im Votum der Wähler*Innen.
