Patrick Bruns tritt als FDP-Fraktionsvorsitzender zurück

Mit zwei Fakten ist Patrick Bruns als FDP-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und den Ausschusssitzungen positiv aufgefallen. Er hat auch mal kritische Fragen gestellt. Und seine Redebeiträge angenehm kurz gefasst. In seiner Partei scheint er sich damit nicht nur Freunde gemacht zu haben. Die innerparteilichen Kritiker wollten auch nicht in Vergessenheit geraten lassen, wie sich Patrick Bruns im Zusammenwirken mit Werner Lorenz bei der Listenaufstellung für die Kommunalwahl im Juni 2024 einen Platz weiter vorn auf der FDP-Liste sicherte.

Die FDP erreichte – im Vergleich zur Erwartungshaltung nur – vier Sitze. Der ein oder andere liberale Stadtratskandidat sah sich durch Bruns ausgebremst. Und um den Platz an der Sonne gebracht. Die Anerkennung für Bruns‘ Bereitschaft, sich als Bundestagskandidat ohne Direktwahlchance zur Verfügung zu stellen, hielt sich in Grenzen. Die Zahl der liberalen Parteifreunde, die den Generationswechsel in der Bad Kreuznacher FDP mit Patrick Bruns in einer Führungsrolle vornehmen möchten, war wohl in letzter Zeit rückläufig.

Es mag sein, dass zumindest ein Teil der Kritiker darauf gehofft hat, Bruns mit innerparteilicher Kritik stärker auf Linie zu bringen. Diese „Parteifreunde“ haben nicht verstanden, dass dessen Bundestagswahlkampfmotto, „Alles lässt sich ändern“, für Patrick Bruns mehr als ein platter Propagandaspruch war. Er hat jetzt was geändert. Und ist vom Posten des Vorsitzenden der FDP-Stadtratsfraktion zurückgetreten. Nun darf die neue Lösung an der Fraktionsspitze zeigen, dass sie es besser kann und macht. Weitere Veränderungen sind nicht ausgeschlossen.