Die Jagd auf den Japankäfer ist eröffnet

Der Japankäfer ist sehr gefräßig. Allein in den USA verursacht er jährliche Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Von der Europäischen Union ist der Japankäfer als „Unionsquarantäneschädling“ eingestuft. Bei lokalem Auftreten des Käfers muss eine Ausrottung durchgeführt werden. Wie gefährlich der Käfer gesehen wird, machen die in einem solchen Fall erforderlichen Maßnahmen deutlich. Es müssen dann nämlich rund um den Fundort des Erstfundes eine Befallszone (Radius 1 Kilometer) und eine Sicherheitszone (Radius 3 Kilometer) eingerichtet werden.

Das alles wissen wir im und rund um das beschauliche Bad Kreuznach nicht, weil der Japankäfer in Deutschland bisher nur in zwei Befallsgebieten (Freiburg und Trebur/Südhessen) unangenehm aufgefallen ist. Insofern ist die Entdeckung, die unser Fotograf auf Bad Kreuznacher Gemarkung gemacht hat, fast schon eine Sensation. Denn die Stadt Bad Kreuznach hat hier vor Ort die Jagd auf den Japankäfer eröffnet. Mit Pheromonfallen. Obwohl die vom Japankäfer ausgehende Gefahr für die Landwirtschaft erheblich ist, hat es bis heute keine amtliche Information zum Auftreten des Schädlings gegeben.

So erkennt man den Japankäfer

Erwachsene Japankäfer sind 8 bis 11 Millimeter lang. Also etwa so groß wie eine Kaffeebohne bzw. etwas kleiner als eine 1-Cent-Münze. Sie ähneln dem heimischen und harmlosen Gartenlaubkäfer. Das Halsschild des Japankäfers schimmert auffällig goldgrün. An jeder Körperseite befinden sich unterhalb der Flügeldecken, gut sichtbar, fünf weiße Haarbüschel sowie zusätzlich zwei Büschel am letzten Körpersegment. Weibliche Japankäfer suchen sich gezielt feuchte oder bewässerte Rasenflächen zur Ei-Ablage. Daher hat die Stadt Freiburg seit dem 1.8.2025 ein Bewässerungsverbot für Rasen und Grünflächen in einem als „Befallszone“ eingestuften Schutzbereich verfügt.

Bilder: drei Wikipedia