Polizei ermittelt wegen Einbruchsserie in Kirn

Mit einer Einbruchsserie muss sich aktuell die Polizei in Kirn beschäftigen. Innerhalb weniger Tage wurden aus dem Halmer Weg, der Friedrichstrasse und der Oldenburger Strasse Einbrüche in Mehrfamilienhäuser gemeldet. In einem Fall blieb es beim Versuch. Während die Ermittler den Tätern bereits auf der Spur sind, reagieren die meisten Betroffenen schockiert. Und viele Einwohner*Innen verunsichert. Voreilige Schuldzuweisungen machen die Runde. Das hilft allerdings weder der Polizei bei der Aufklärung der Taten. Noch verhindert es neue. Dabei können die Menschen selbst einiges tun, um Einbrecher abzuschrecken, aufzuhalten oder zu überführen.

Obwohl das gebetsmühlenartig seit Jahrzehnten erklärt wird, ist die Funktion von sogenannten „Schlössern“ und „Schlüsseln“ in Teilen der Bevölkerung offenbar noch immer unbekannt. Zumindest in ihrem Wert für Kriminalitätsabwehr nicht in voller Bedeutung erkannt. Vor allem in Mehrfamilienhäusern fühlen sich für das Verschließen der Hauseingangs- und der Kellertüren offenbar nicht alle Parteien zuständig. Was kriminellen Elementen ihre bösen Absichten sehr erleichtert. Dabei hat der Fall in der Friedrichstrasse deutlich gezeigt, wie erfolgreich gut gesicherte und abgeschlossene Türen Diebstähle verhindern.

Dort gelang des den Tätern nämlich nicht, in die gesicherten Kellerabteile einzudringen. Auch eine auf das Gesamtgrundstück (und nicht nur auf den missliebigen Nachbarn) bezogene Aufmerksamkeit, kann Einbrüche verhindern. Die Kirner Polizei ruft ausdrücklich dazu auf, sie bei „verdächtigen Wahrnehmungen über die 110 zu kontaktieren“. Und weist darauf hin, dass das Polizeipräsidium Mainz eine kostenlose Einbruchschutzberatung anbietet: „diese gibt es auch für Wohngemeinschaften und Mehrfamilienhäuser“. Das polizeiliche Beratungszentrum ist unter (06131) 65 311 64 bzw beratungszentrum.mainz@polizei.rlp.de zu erreichen.

Im Rahmen der Beratung werden für die einzelnen Wohnobjekte mögliche Schwachstellen aufgezeigt und Lösungen angeboten. Den Tipp zum Abschließen der Haus-, Wohnungs- und Terrassentüren sowie aller Fenster bei Abwesenheit gibts hier schon mal vorab. Angesichts der wirtschaftlichen aber auch psychologischen Folgen durch Einbrüche in Wohnungen, sollte der ein oder die andere ergänzend auch über den Einbau von Sicherheitstechnik nachdenken. Mittlerweile kann das dafür erforderliche Equipment bereits für vergleichsweise kleines Geld erworben werden. Wer etwa für seine Unterhaltungselektronik tausende von Euro ausgibt, nicht aber einige hundert Euro für Sicherheitstechnik, spart an der falschen Stelle.