Auch bei der 30. Auflage des Nature-One Festival darf das Rote Kreuz natürlich nicht fehlen. Seit dem gestrigen Donnerstagmorgen sind die ersten Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna im Hunsrück im Einsatz. Und sorgen für die kommenden fünf Tage für die medizinische Betreuung der Festivalgäste. Was mit einer kleinen Besetzung von vier Kräften an einer Sanitätswache beginnt, entwickelt sich in den kommenden vier Tagen zu einem der größten Sanitätsdienste des Roten Kreuzes in Deutschland.

Insgesamt fast 800 Helferinnen und Helfer aus Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen engagieren sich in dieser logistischen und medizinischen Großaufgabe. An den beiden Festivaltagen Freitag und Samstag sind mehr als 200 Einsatzkräfte gleichzeitig auf dem Gelände aktiv – vom Sanitäter bis zum Notarzt. Die Planungen für den Sanitätsdienst begannen bereits im Januar. Neben der Einsatzlogistik standen Materialbedarfe, Schlafplätze und Verpflegung auf der Agenda.
Die jahrzehntelange Erfahrung des DRK auf der Nature One – mittlerweile im 29. Jahr – sorgt für Gelassenheit bei den Organisatoren. „Nachdem das erste Jahr der NatureOne noch ohne uns als Sanitätsdienst ablief, sind wir mittlerweile ein fester Teil der Nature-One-Familie geworden und schätzen die Zusammenarbeit mit i-Motion als Veranstalter sehr,“ so Heinz-Dieter Wieß. Neu in diesem Jahr: Die integrierte Leitstelle Koblenz ist erstmals für die Koordination von Notrufen und Einsatzkräften auf dem Festival zuständig.
Auch auf dem weitläufigen Campinggelände wurde eine Neuerung umgesetzt: Das dortige Behandlungszentrum wird in diesem Jahr identisch zum Medical Center des Festival-Infields aufgebaut, um einheitliche Abläufe und Versorgungsketten sicherzustellen – ein Schritt hin zu noch mehr Effizienz und Sicherheit. Für das Festivalwochenende sind nachts kühlere Temperaturen sowie immer wieder Regenfälle vorhergesagt. Das Deutsche Rote Kreuz rät daher zu wärmerer, wetterangepasster Kleidung und festem Schuhwerk. „Besondere Vorsicht gilt auf den Grashängen rund um die Bunker: Nasses Gras kann schnell rutschig werden und zu Stürzen führen.
Bitte achtet auf einen sicheren Stand, vor allem bei Dunkelheit und nach Regenschauern. Außerdem raten wir Festivalbesucherinnen und -besuchern viel zu trinken. Gerade beim Tanzen verliert der Körper viel Flüssigkeit, was man oft erst merkt, wenn es zu spät ist. Daher sollten alle Gäste regelmäßig größere Mengen Wasser trinken, um Hitzenotfälle und Kreislaufprobleme zu vermeiden,“ weiß DRK-Pressesprecher und Notfallsanitäter Philipp Köhler aus Erfahrung. Der Aufbau der Stationen und der gesamten Infrastruktur ist enorm:
Bereits vergangenen Freitag wurden drei LKW und vier Anhänger mit medizinischem Material auf das Gelände gebracht. Im Notfall erreichen Festivalbesucher das Rote Kreuz über den Notruf 112 oder an einem der Behandlungszelte. Auf dem Infield liegt das Medical Center nördlich von Bunker 5. Wer die App „what3words“ nutzt, findet es unter https://w3w.co/felde.kürzel.heide. Online finden Besucher alle Informationen zum Einsatz des DRK auf der NATURE ONE bei Facebook unter www.facebook.com/drk.rhein.nahe und bei Instagram unter www.instagram.com/drk.rettungsdienst und www.instagram.com/drk_kv_rheinhunsrueck
Text und Bild: DRK, Philipp Köhler
