Die Verkehrsteilnehmer*Innen, die in den vergangenen zehn Tagen die B 48 – Baustelle im Salinental passierten, haben in dieser Zeit verstanden, warum für den insgesamt nur wenige hundert Meter langen Abschnitt eine Bauzeit von drei Jahren angesetzt ist: die täglichen Baufortschritte dort sind, sagen wir mal, überschaubar. Stein für Stein wird sachkundig zur Seite geschafft. Baumstumpf für Baumstumpf einzeln und sachgerecht ausgegraben.

Es macht den Eindruck, als würde jede einzelne Arbeitsleistung peinlich genau dokumentiert. Optisch leicht nachvollziehbar ist die vorbildliche Einhaltung der Umweltschutzauflagen für das ausgehobene Erdreich und die ausgebauten Materialien. Fein säuberlich sind die unterschiedlichen Fraktionen in einzelnen Haufen aufgeschüttet. Auch die Arbeitsschutzvorschriften hinsichtlich der täglichen Arbeitszeit werden ohne Wenn und Aber eingehalten.

An keinem Tag wurde dort über acht Stunden lang gearbeitet. Und weil dabei jeweils nur sehr wenige Kräfte eingesetzt werden, dauert es eben seine Zeit, bis selbst minimale Arbeitsleistungen abgeschlossen sind. Noch immer wird allein an der provisorischen Baustrasse gearbeitet, über die der Verkehr geführt wird. Erst wenn diese fertiggestellt ist, können die Hangsicherungsarbeiten beginnen. Bei diesen besteht das größte zeitliche Risiko für das Gesamtprojekt.

Denn erst wenn die Felswand gegen Abbrüche und Hangrutsche technisch gesichert ist, können die weiteren Bauabschnitte längs der B 48 in westlicher Richtung in Angriff genommen werden. Deren Abschluss bildet der Bau des Verkehrskreisels am Burgweg. Der soll u.a. Bussen das Wenden im Salinental erleichtern. Und eine barrierefreie Anbindung der naheseits belegenen Bereiche des Salinentals erleichtern. Bauherr ist des Landesbetrieb Mobilität (LBM).
