Nach wie vor bestimmt die Profitgier und nicht die Einwurffrequenz die Leerung der Altglascontainer im Stadtgebiet. Immer wieder werden die Sammelbehälter erst geleert, wenn Tüten- und Kartonweise Altglas davor abgestellt wurde, weil einfach nichts mehr reinpasst. Eine weiter Folge sind Fehleinwürfe. Denn einige Einwohner*Innen wollen ihr Glas unbedingt einwerfen, weil sie ja wissen, dass es bei den davor oder darauf abgestellten Glasverpackungen immer wieder zu für Passanten gefährlichem Bruch kommt.


Und werfen dann Weissglas in die Grün- und Braunglassammelboxen ein. Das ist zwar nicht so schlimm, wie das Einwerfen von Braun- oder Grünglas in die Weissglasfraktion. Mindert aber den Recyclingwert (andernfalls würde die Trennung nach Farben ja nicht seit Jahrzehnten praktiziert). Besonders ärgerlich dabei ist die Sachlage. Denn die stellt sich bei der Altglasentsorgung ganz anders dar, als bei der der Altkleider.


Für die Altglasentsorgung haben die Konsumenten nämlich bereits beim Kauf der Ware bezahlt. Als gutmütig-umweltbewusste Trottel bringen sie die Glasverpackungen dann auch noch auf eigene Kosten zu den Altglascontainern. Um dort Opfer der von der Kreisverwaltung unterstützten Gewinnmaximierung der Entsorgungskonzerne zu werden (tourismusbeitrag-so-nicht.de berichtete und kommentierte mehrfach).
