Noch ist Christoph Nath Geschäftsführer der Bad Kreuznacher Stadtwerke. Allerdings wurde er vom Rat der Stadt Remscheid am 26.6.2025 zum Geschäftsführer dortiger Gesellschaften gewählt. Lediglich der Beginn des dortigen Arbeitsverhältnisses blieb offen. Denn in Bad Kreuznach läuft der Nath-Vertrag noch rund drei Jahre. Den möchte Christoph Nath schnellstmöglich, spätestens zum 30.9.2025 auflösen. Das hat Oberbürgermeister Emanuel Letz in der Sondersitzung des Stadtrates am gestrigen Donnerstagabend (10.7.2025) bekanntgegeben.

Den von Stadtratsmitglied Gerhard Merkelbach formulierten Vorwurf eines „Zick-Zack-Kurses“ wies Letz zurück. Bürgermeister Thomas Blechschmidt, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke ist, berichtete dem Stadtrat, zusammen mit dem OB seit dem Bekanntwerden des Nath-Abganges im regen Austausch mit allen Verantwortlichen zu sein. In der nachfolgenden Debatte wurden eine Vielzahl von Aufgaben angesprochen, die vor der Neubesetzung der Geschäftsführerstelle zu bewältigen sind (gesonderter Bericht dazu folgt).
Oberbürgermeister Letz bestätigte, dass Klaus-Dieter Dreesbach zum Interims-Geschäftsführer bestellt werden soll. Eigens zu diesem Zweck sei für den 29.8.2025 bereits eine Gesellschafterversammlung terminiert. Für eine kontroverse Diskussion sorgte ein von Jürgen Eitel (Freie Wähler) formulierter Vorschlag. Eitel stand beim Michelin-Konzern Jahrzehnte in Führungsverantwortung und verfügt daher über eine große Erfahrung auch mit Geschäftsführer-Wechseln. Seine Anregung:
„Die Remscheider, die so interessiert sind an Christoph Nath, sollten eine Abstandszahlung leisten. Oder Herr Nath selbst“. Eitel bat den OB diesen Vorschlag sehr ernst zu prüfen. Denn nicht Christoph Nath dürfe entscheiden, wann er geht. Sondern dieses Recht liege bei den Stadtwerken und damit bei der Stadt. Karl-Heinz Delaveaux (FWG) unterstützte den Eitel-Vorschlag. Delaveaux erinnerte daran, dass Christoph Nath über ein Jahr vor Ablauf seines ersten Vertrages, unterstützt von Werner Lorenz (FDP) vorzeitig auf eine weitere fünfjährige Amtszeit gedrungen hatte.
