Aufgespiesst: Geblöke im Ausschuss auch ohne Heinrich

Werner Lorenz (FDP) und andere stellten es in den vergangenen Monaten so dar: der Grund für das in ihrer Wahrnehmung schlechte Arbeitsklima in städtischen Ausschüssen trug nur einen Namen: Wolfgang Heinrich. Der Bürgermeister ist nun schon seit Wochen im Überstunden- und Erholungsurlaub. Und trotzdem hat es gestern Abend im Hauptausschuss unter Leitung der Oberbürgermeisterin öffentliches Geblöke und Gemecker gegeben.

Jürgen Eitel wurde durch die Verwaltungsvorlage zum Schwarzsehen gezwungen …

Jürgen Eitel (FDP) hatte scharf aber nachvollziehbar die von der Verwaltung per Post zugestellten Papier-Sitzungsunterlagen zum Stellenplan gerügt. Diese waren größtenteils nicht lesbar, weil beim Kopieren geschwärzt. Wieso das weder jener Person, die dafür bezahlt wurde, diese Arbeit zu erledigen noch jener Person, die Geld für das Eintüten bekam, aufgefallen war, blieb gestern ungeklärt.

… ebenso Gerhard Merkelbach.

Der SPD-Co-Fraktionsvorsitzende Holger Grumbach konnte sich einen Kommentar zu Eitels Kritik nicht verkneifen: “es ist ein Anruf, wenn man das will. Das ist doch nur Schikane”, hielt der den Liberalen entgegen. Und mußte dafür von Werner Lorenz den verbalen Konter einstecken: “das ist unverschämt”. Immerhin: es wurde nicht wild durcheinander gebrüllt. Sondern die verbalen Unflätigkeiten höflich aneinander gereiht.

Dynamisch verwahrte sich Werner Lorenz gegen die Kommentare von Holger Grumbach.